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Die Betäubung

Im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung ist es meist notwendig den betroffenen Zahn zu betäuben. Dies geschieht durch ein Lokalanästhetikum, das durch eine Spritze in das Gewebe eingebracht wird. Dabei unterscheidet man die Infiltrationsanästhesie und die Leitungsanästhesie. Beide Arten werden im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer eingesetzt und bewirken an den Nerven eine vorübergehende Blockade der Reizweiterleitung.

 

Die Betäubung des Zahnes vor einer Wurzelbehandlung.



Die zahnärztlichen Lokalanästhesie ist eine sichere und normalerweise komplikationslose Möglichkeit eine schnelle Schmerzfreiheit zu  erreichen. Nur selten kommt es zu ernsten Komplikationen. Die häufigste Nebenwirkung ist eine zu lange Wirkdauer, so dass oft noch mehrere Stunden nach dem Verlassen der Praxis ein Taubheitsgefühl besteht.
Eine mögliche Komplikation ist das Versagen der Anästhesie. Obwohl es in 75 bis 90% zu einer vollständigen Schmerzausschaltung kommt, lässt sich ein entzündeter Zahn manchmal nicht oder nur unvollständig betäuben. Es kann also durchaus vorkommen, dass sich das Gewebe (Lippe, Zunge etc.) schon taub anfühlt, der Zahn allerdings noch schmerzempfindlich ist.
Eine schwerwiegende, aber sehr seltene Komplikation ist die vorübergehende oder dauerhafte Schädigung des Nerven. Es kommt dann zu Störungen des Tast - oder Temperaturgefühls an Lippe oder Zunge.

Eine weitere Komplikation stellt die Verletzung eines Blutgefäßes dar. Dabei kann es zu Blutungen ins Gewebe kommen. Ein Bluterguss oder spätere Beschwerden an der Einstichstelle sind die Folge. Wird das Anästhetikum versehentlich in eine Blutvene gespritzt, kann es zu Herz - Kreislaufproblemen kommen. Auch allergische Reaktionen sind möglich, die durch Konservierungsmittel ausgelöst werden können. Daher sollten immer Einmalkarpulen benutzt werden, da diese keine Konservierungsmittel enthalten.

Literaturübersicht


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